Auf den engen Zusammenhang zwischen (extremem) Reichtum und der Größe des ökologischen Fußabdrucks hatte der deutsche Soziologe Sighard Neckel in seinem für die Blätter für Deutsche und Internationale Politik verfassten Text bereits im April 2023 hingewiesen. Der Titel lautete Zerstörerischer Reichtum und nahm die wesentliche Botschaft seines Textes bereits vorweg.

Heute berichtet der englische Guardian über neue Daten von Oxfam, die die Aussage vom zerstörerischen Reichtum noch einmal ganz aktuell veranschaulichen: Demnach habe das reichste 1% der Weltbevölkerung gerade einmal zehn Tage gebraucht, um sein jährliches Budget für CO2-Emission aufzubrauchen. Die 0,1% Reichsten der Welt hätten dafür sogar nur drei Tage gebraucht. Für den Rest des Jahres „überzieht“ man sein eigentlich bloß zustehendes Konto!

Das vermeintlich Gute an solchen Nachrichten ist, dass man sich selbst dann fernab des zerstörerischen Reichtums wähnen kann, was – sofern man mindestens zur Mittelklasse westlicher Nationen zählt – definitiv falsch ist. Also auch hier: an die eigene Nase fassen und zusehen, mindestens die schlimmsten ökologischen Auswüchse zu unterbinden, wofür bei uns der Flugverkehr gehört. Und wenn das vermeintlich „nicht gehen“ sollte, dann mindestens die Flüge „kompensieren“, verzugsweise über Atmosfair, weil das weit mehr ist als ein „Ablasshandel“, wie man hier nachlesen kann.