Auf Bluesky hat die britische Politologin Ruth Deyermond zum Jahresende etliche Tweets abgesetzt, in denen sie wichtige Erkenntnisse aus dem zurückliegenden Jahr unter Trump sowie mit Blick auf Europa und die Ukraine formulierte. Deyermond ist am Londoner Kings College im Department of War Studies angestellt und arbeitet dort als „Senior Lecturer in Post-Soviet Security“.
Ihre Tweets auf Bluesky kann man auch hier in einer Liste von zehn wichtigen Erkenntnissen frei zugänglich einsehen.
Gewissermaßen als Appetizer, führe ich nachfolgend nur die Überschriften ihrer zehn kleinen Beiträge an, die in dem verlinkten Text von Deyermond natürlich erläutert bzw. inhaltlich ausgeführt werden:
- Russland ist nicht dabei den Krieg zu gewinnen
- Russland ist keine Großmacht (mehr) und wir sollten sie auch nicht ständig als solche auffassen
- Man sollte nicht davon ausgehen, dass es zu einem klaren Ende des Kriegs in der Ukraine kommt, auch wenn ständig von Friedensverhandlungen gesprochen wird
- Man sollte nicht meinen, dass es ohne Putin zu einem vergleichbaren Zerfall und Chaos in Russland kommen wird wie nach dem Fall der USSR
- Unter Trump sind die USA nicht mehr ein Verbündeter Europas, sondern sie unterstützen Russland
- Europäer sollten aufhören zu meinen, sie bräuchten bloß die Amtszeit Trumps abzuwarten und zu überstehen. Auch nach Trump wird die Welt nicht mehr wie vorher sein.
- Die Sicherheit von Europa hängt in erster Linie von Europa ab.
- Die beiden nuklearen Weltmächte werden jetzt jeweils von irrationalen Führern befehligt.
- Die hybride Kriegsführung Russlands in den europäischen Staaten, insbesondere die verdeckte Manipulation von Teilen der politischen Eliten, muss zukünftig viel ernster genommen werden
- Wir können uns nur wirksam gegen Gefahren schützen, die wir als solche erkennen.